RSS
 
Dr. Ludwig Spaenle
Dr. Ludwig Spaenle

Grußwort

des Bayerischen Staatsministers für Unterricht und Kultus, Dr. Ludwig Spaenle, anlässlich der Bildungsmesse „Forscha 2010“ vom 5.-7. November 2010 in München

Naturwissenschaftliche Phänomene haben die Menschen seit jeher fasziniert. Waren es im 17. und 18. Jahrhundert noch Raritätenkabinette, Naturaliensammlungen oder Vorführungen zur Elektrizität, die Bewunderung erzeugten, sind es heute neben den naturwissenschaftlichen Museen vor allem Fernsehshows und Ratesendungen, die uns zum Staunen bringen. Faszination und Begeisterung entstehen auch dann, wenn Kinder und Jugendliche sich eigenhändig mit naturwissenschaftlichen und technischen Phänomenen beschäftigen, egal ob das der Chemiebaukasten oder das Technikspielzeug ist. Dann verschwinden Buben, aber auch Mädchen stundenlang zum Tüfteln und Ausprobieren in ihrem Zimmer. Das zeigt: Junge Menschen lassen sich für Naturwissenschaft und Technik von klein auf begeistern!

An diese Begeisterungsfähigkeit anzuknüpfen ist eine wichtige Aufgabe moderner Bildung. Genau diesem Anliegen trägt die Bildungsmesse „Forscha 2010“ Rechung! Denn schließlich sind naturwissenschaftliche und technische Kenntnisse für unseren Alltag und unser Weltverständnis unabdingbar – ich greife aus der Fülle möglicher Beispiele nur die Bewertung moderner Technologien wie der Gentechnik oder der Atomenergie heraus. Und schließlich beruht auch die Wettbewerbs- und damit die Zukunftsfähigkeit unseres Landes auf innovativen Leistungen in der Technik und in den Naturwissenschaften. Dafür brauchen wir in Deutschland und in Bayern kluge Köpfe!

Deshalb – und um einem Nachwuchsmangel bei Ingenieuren und Naturwissenschaftlern entgegenzuwirken – muss der Grundstein für eine breite naturwissenschaftliche Bildung und somit für spätere hervorragende Leistungen auf diesem Gebiet frühzeitig gelegt werden. Die Förderung der Naturwissenschaften an den Schulen ist mir daher ein wichtiges Anliegen. Bereits in der Grundschule lernen Schülerinnen und Schüler naturwissenschaftliche Phänomene kennen. An den weiterführenden Schulen knüpft etwa das Fach Natur und Technik an diese Vorerfahrungen an. Zahlreiche Wettbewerbe motivieren die jungen Menschen darüber hinaus dazu, erste Erfahrungen als Jungforscher zu sammeln, beginnend mit dem „Einsteigerwettbewerb“ Experimente antworten im Bereich Chemie und Physik ab Jahrgangstufe 5. Seit vielen Jahren beteiligen sich bayerische Schülerinnen und Schüler auch sehr erfolgreich an anspruchsvollen Wettbewerben wie Jugend forscht oder den naturwissenschaftlichen Olympiaden. Für viele der Teilnehmer steht am Anfang das Staunen und die Faszination, bis sie sich schließlich systematisch mit spannenden naturwissenschaftlichen Themen auseinandersetzen – oftmals der erste Schritt in ein entsprechendes Berufsfeld.

Es freut mich sehr, dass auf der „Forscha 2010“ die Faszination für Naturwissenschaft und Technik im Mittelpunkt steht. Sehr gerne habe ich die Schirmherrschaft über diese wichtige Bildungsmesse übernommen, denn sie unterstützt hervorragend die Förderung des naturwissenschaftlichen Nachwuchses. Ich wünsche der Veranstaltung, dass sie bei möglichst vielen Kindern und Jugendlichen die Begeisterung für Naturwissenschaften und Technik weckt!

München, im Juni 2010

Dr. Ludwig Spaenle
Bayerischer Staatsminister für Unterricht und Kultus

ZURÜCK