Grußwort
Während Unternehmen händeringend nach Ingenieuren und technischem Nachwuchs suchen, interessieren sich immer weniger junge Menschen für ein MINT-Studium, für eine Ausbildung in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft oder Technik. Eine Entwicklung mit fatalen Folgen für die Innovationskraft des Technologiestandorts Deutschland und damit auch für unseren Wohlstand. Um das Ruder herumzureißen, müssen wir Kinder und Jugendliche für diese Bereiche interessieren und sie fit machen für die Zukunft. Dieser zentralen gesellschaftspolitischen Verantwortung stellt sich die Technische Universität München (TUM), indem sie den Nachwuchs schon in jungen Jahren für MINT begeistert.
In diesem Sinne soll auch auf der Mitmachmesse FORSCHA der Funke überspringen, wenn Kinder und Jugendliche Technik und Naturwissenschaft als spannende, alle Sinne anregende Disziplinen erleben und damit eigene Stärken und Talente entdecken. Wir sehen die FORSCHA als geeignete Plattform, auch außerhalb des schulischen und universitären Lehrbetriebes die Faszination naturwissenschaftlich-technischer Zusammenhänge greifbar zu machen und unterstützen als eine der führenden Universitäten Deutschlands gerne diese wichtige Initiative.
Mit zahlreichen weiteren Maßnahmen und Förderprogrammen machen wir die nachfolgenden Generationen bereits in den Schulen MINT-fit. Dazu gehört auch unser Engagement bei der Ausbildung der Lehramtskandidaten, denen die TU in der 2009 gegründeten Fakultät School of Education eine professionelle Heimat gegeben hat.
Das Netzwerk aus 32 Referenzgymnasien und 16 Referenzschulen im beruflichen Bereich sowie den Schulclustern steht für die enge Verzahnung der Schulen mit der TU München. Wichtig sind hier die Schülerlabore wie das TUMLab im Deutschen Museum, die TUMScienceLabs an den TUM-Hochschulstandorten und die Schülerforschungszentren, Einrichtungen, die wir in der TUM Hall of Science and Technology zentral in Kooperation mit allen Fakultäten weiter ausbauen. Sie bieten jungen Menschen die Möglichkeit, durch eigenes Experimentieren naturwissenschaftlichen Phänomenen auf den Grund zu gehen und den Spaß am Forschen zu entdecken.
Diese Maßnahmen allein reichen sicherlich nicht aus, um ausreichend für die Herausforderungen des globalen Wettbewerbs gerüstet zu sein. Wir setzen deshalb auch auf innovative Aktionen wie die Mitmachmesse FORSCHA und werden dazu beitragen, junge Besucher mit viel Spaß für Forschung und Technik zu begeistern.
München im April 2010
Professor Dr. Wolfgang A. Herrmann
Präsident der TU München




